Projektkontext: Projekttag / Pause und Unterrichtszeit
Themen: Klimafolgenanpassung, klimaresiliente Bäume, Biodiversität
Altersgruppe: alle Jahrgänge
Bericht von Marie & Tabea aus der 10b: Zukunftsbäume pflanzen
Am 10. Dezember setzte das neue Klimaparlament unserer Schule ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit engagierten Helferinnen und Helfern aus allen Jahrgangsstufen wurden insgesamt 13 sogenannte Zukunftsbäume im Schulgarten, neben der Mensa und der Turnhalle gepflanzt. Drei weitere Bäume werden im Februar gepflanzt. Diese Bäume kommen auf Flächen, wo gerade noch Pflastersteine den Boden bedecken.
Wir haben in der ersten großen Pause angefangen und bis zur sechsten Stunde Löcher gegraben, die Bäume eingepflanzt, gewässert und Schutzgerüste um die Bäume gebaut. Vor allem haben Schülerinnen und Schüler der SV, des Klimarats und der Schulgarten-AG zur Schaufel gegriffen. Das Projekt ist eine Klimaschutzaktion, weil die Bäume Kohlenstoffdioxid speichern und im Sommer Schatten spenden. Außerdem haben wir Bäume ausgesucht, die Insekten fördern und Früchte bringen, wie zum Beispiel Birnen und Quitten im Schulgarten.
Als fachliche Experten halfen uns Gala-Bauer des Betriebs Plückebaum. Die Firma Knipex hat uns die Bäume gespendet. Die Initiative ,,Gutes Klima für NRW‘‘ des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW begleitete die Aktion und produziert einen Kurzfilm über die Aktion, der im nächsten Jahr veröffentlicht wird. Außerdem war ein Fotograf der Cronenberger Woche da, um ein paar Fotos für einen Zeitungsartikel zu machen.
Mit der Pflanzaktion setzt sich unser Klimaparlament für unsere Zukunft ein und zeigt, wie gemeinschaftliches Engagement unsere Schule ein Stück grüner machen kann.
Fragestellung
Wie können wir bei der Gestaltung unsers Schulhofs dem Klimawandel begegnen?
Welche Hitzeschutzmaßnahmen können wir auf dem Schulhof ergreifen?
Wie können wir verhindern, dass unser Schulhof bei starkem Regen überschwemmt wird?
Wie können wir die Lern- und Lebensqualität am Schulzentrum Süd erhöhen?
Wie können wir mit Hilfe von Digitalisierung unsere Projektidee transportieren und einen Mehrwert für das Quartier erzielen?
Projekt
Der Klimawandel ist allgegenwärtig und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mehr heiße Tage, Starkregenereignisse und Stürme werden zunehmend selbst erfahrbar und sind nicht mehr nur als Ereignisse in fernen Ländern in den Medien präsent.
Im Sinne des whole school approach muss Schule einerseits vorangehen und Vorbildwirkung entfalten und als Lebensraum für viele Menschen zeigen, wie Klimaschutzmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen umgesetzt werden können. Andererseits muss Schule als Lernort Klimafolgenschutz gewährleisten, um Lernen im Gebäude und auf dem Schulhof auch an heißen Tagen im Sommer sicherzustellen.
Mit dem Klimaparlament haben wir Zukunftsbäume ausgewählt und gepflanzt. Wichtige Kriterien für die Auswahl waren:
- Klimaresilienz laut Zukunftsbaumliste
- Insektenfreundlichkeit
- Ästhetik
- Didaktische und kulinarische Verwertbarkeit
Im Dezember 2025 haben wir mit 40 Schüler*innen 13 Bäume gepflanzt. Eine Teilentsiegelung für drei weitere Bäume folgt. Zur Zeit erstellen wir auch mit Hilfe von KI einen Zukunftsbaumlehrpfad. Die Pflanzung der Zukunftsbäume gewährleistet langfristig nicht nur Beschattung und aufgrund der Transpiration eine Verbesserung des Mikroklimas. Auch wird durch sie die Biodiversität erhöht und der Schulhof und damit der Lernort Schule noch lebenswerter.
Wir haben bereits einen Prototypen für eine QR-Tafel erstellt, hinter der Informationen über die Bäume hinterlegt werden und der als Klimapfad angelegt wird. Die Informationen werden gerade von einer Arbeitsgruppe des Klimaparlaments gesammelt, um dann einen Zukunftsbaumlehrpfad zu erstellen. Denn nicht nur die Schulgemeinde profitiert von den Bäumen, sondern ebenso Menschen aus der Nachbarschaft, die den Schulhof queren, sowie Menschen, die zu Sportveranstaltungen der Vereine und Wettkämpfe im Sportleistungszentrum kommen.
Außerdem wollen wir mit den Differenzierungskursen Nachhaltigkeit u.a. mit digitaler Messwerterfassung ökologische Parameter wie Lichtspektren, Temperatur und Dickenwachstum erfassen. Auch hier kommt zur Simulation und Hochrechnung der Daten KI zum Einsatz.
Berichterstattung
Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie hat freundlicherweise auf https://gutesklimafuer.nrw/ über unser Projekt berichtet. Auch auf Instagram wird das Projekt dargestellt sowie auf unserer Homepage, im SDZ-Portal und in der Lokalpresse.





