Im Rahmen des Wettbewerbs „KI trifft Natürlichen Klimaschutz“ konnten wir an der Montessori Oberschule Strausberg unser Projekt zur Verbindung von naturnaher Schulhofgestaltung und digitaler Messpraxis weiterentwickeln.
Ausgangspunkt war unser neu entstehender Schulhof, den wir nicht nur gestalten, sondern auch verstehen wollten: Welche Bedingungen herrschen auf dem Gelände? Wo ist es besonders trocken, wo sammelt sich Feuchtigkeit, wie verändern sich Temperaturen im Tagesverlauf?
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Arbeit mit Mikrocontrollern, insbesondere mit Arduino-Systemen. Ein Kollege aus dem Fach Physik hat hier gemeinsam mit Schüler:innen eine Vielzahl an Messstationen aufgebaut und programmiert. So konnten wir beispielsweise Sensoren zur Bodenfeuchtigkeitsmessung entwickeln, die uns dabei helfen, die geplanten Hochbeete optimal zu platzieren und zu bewässern. Gleichzeitig wurden weitere Messprojekte umgesetzt, etwa zur Temperaturüberwachung im Kühlschrank oder zur Erfassung von Umgebungsdaten im Innen- und Außenbereich.
Die Verbindung von praktischer Technikarbeit und konkreten Fragestellungen aus unserem Alltag hat sich als besonders motivierend erwiesen. Die Schüler:innen erleben unmittelbar, dass ihre Messungen reale Auswirkungen haben – etwa bei der Entscheidung, welche Pflanzen wo angebaut werden oder wie Ressourcen wie Wasser sinnvoll eingesetzt werden können.
Das Projekt wirkt inzwischen über den Unterricht hinaus: Die entwickelten Ansätze und Aufbauten sind so anschlussfähig, dass wir begonnen haben, erste Lehrerfortbildungen durchzuführen und unsere Erfahrungen weiterzugeben. Dabei steht besonders die niedrigschwellige Einführung in Sensorik, Datenerhebung und deren Nutzung im schulischen Kontext im Mittelpunkt.
Aktuell befinden wir uns in einer Ausbauphase: Weitere Sensoren werden entwickelt, bestehende Systeme verbessert und neue Anwendungsfelder erschlossen. Ziel ist es, langfristig ein umfassendes Monitoring unseres Schulgeländes aufzubauen und dieses als festen Bestandteil unseres Lernkonzepts zu verankern.
So entsteht Schritt für Schritt ein Schulhof, der nicht nur begrünt wird, sondern als lebendiger Lernraum dient – getragen von der Verbindung aus Naturbeobachtung, technischer Umsetzung und gemeinschaftlichem Handeln.



